Hierzulande kennt man Kokoswasser nur bedingt und wenn, dann ist es eher Bestandteil der etwas Wohlhabenderen. Immerhin kann sich kaum jemand das doch kostspieligere Kokoswasser in 2-3 Litern täglich zuführen. In exotischeren Gebieten jedoch ist das Kokoswasser ein recht beliebtes Getränk. Dort trinkt man das Wasser direkt aus den geköpften Kokosnüssen mit Hilfe eines Strohhalmes. Hier ist es vielmehr im Tetrapack erhältlich, seltener auch in Glasflaschen. Doch was sagt man dem Kokoswasser eigentlich nach? Ist es nun gesund oder geht es einfach nur um überteuertes Wasser?  Die Rede ist nicht nur von einem gesunden Durstlöscher, man spricht auch davon, dass das Kokoswasser viele Vitamine enthalten soll und sogar Quecksilber aus dem Körper ableiten kann. Sogar Sportlern sollen vom Kokoswasser profitieren.

Kokoswasser gleich Kokosmilch?

Das Kokoswasser stammt zwar ebenfalls aus der Kokosnuss, mit Kokosmilch hat es allerdings nichts zu tun. Vielmehr wird es aus jungen, grünen und unreifen Kokosnüssen gewonnen. Während der Reifung wird aus dem enthaltenen Wasser nämlich Kokosmilch, je reifer die Kokosnuss also wird, desto weniger Kokoswasser enthält sie. Pro Kokosnuss kann bis zu einem halben Liter Kokoswasser gewonnen werden. Dafür müssen die Nüsse allerdings schon mit 6-7 Monaten geerntet werden, wohingegen reife Kokosnüsse bis zu einem Jahr benötigen oder gar länger reifen.

Was ist das Besondere an Kokoswasser?

Im Gegensatz zur fertigen Kokosmilch, ist das Kokoswasser absolut fettfrei und vollständig kalorienarm. So kommt man höchstens auf einen Wert von 17-20 kcal pro 100 Milliliter Kokoswasser. Gleichzeitig gilt das Kokoswasser als isotonisches Erfrischungsgetränk, vor allem im Bereich der Sportler. So enthält es wichtige Mineralstoffe und Vitamine, welche dem Sportler die nötige Power liefern. Isotonisch bedeutet in diesem Fall, dass die enthaltenen Nährstoffe in einem idealen Verhältnis zum Wasser stehen. In einigen Ländern verwendet man Kokoswasser sogar teilweise als Blutersatz, was natürlich hierzulande keine große Bedeutung hat.

 

Welche Nährstoffe stecken im Kokoswasser?

Die genauen Inhaltsangaben im Kokoswasser können nur als ungefährerer Wert angegeben werden, immerhin schwanken die Nährstoffe innerhalb der Kokosnüsse je nach Herkunft, Witterung und Bodenbeschaffenheit. So ist die Qualität des Bodens auf jeden Fall darüber entscheidend, wie gut die Kokosnuss, bzw. das enthaltene Wasser, genährt werden.

In einem Glas Kokoswasser ist dementsprechend zwischen 120 und 250 Milligramm Natrium enthalten, wie man sehen kann, schwankt dieser Wert entsprechend. Auch der Zuckergehalt kann zwischen fünf und sieben Gramm pro Glas schwanken. Der Anteil an Glucose liegt allerdings bei einem ausgeglichenen Verhältnis.

Wirklich beeindruckend ist der Kaliumwert im Kokoswasser, denn dieser kann bis zu 700 Milligramm betragen. Drei Gläser Kokoswasser decken somit den Tagesbedarf an Kalium, was gerade für Sportler äußerst wichtig ist. Sie benötigen das Kalium zusammen mit Calcium und Magnesium für starke Knochen oder das Herz-Kreislauf-System. Neben diesen Nährstoffen ist auch das Magnesium sehr wichtig und mit bis zu 60 Milligramm pro Glas vertreten. Sportler profitieren von dieser Zusammensetzung und senken somit das Risiko an einem Muskelkrampf zu leiden. Im Übrigen ist auch Calcium mit 60 Milligramm vorhanden, wobei hier der Tagesbedarf natürlich höher ist.

Neben schwankenden Eisenwerten sind natürlich auch viele Vitamine enthalten, allerdings nur im Bereich von Spuren. Die Mengen der Vitamine sind somit kaum für den täglichen Bedarf relevant. Neben Vitamin C ist mit fünf Milligramm das meist enthaltene Vitamin, aufgrund des hohen Bedarfs jedoch eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Kokoswasser bei Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden

Kokoswasser ist keine Vitaminbombe, dafür aber isotonisch und absolut gesund. In vielen tropischen Ländern nutzt oder empfiehlt man das Wasser auch bei Durchfall oder einem starken Mangel an Flüssigkeit. Der Elektrolytehaushalt kann sich im Vergleich zu normalem Wasser viel schneller regenerieren. Wer regelmäßig Kokoswasser trinkt, der beugt Magengeschwüren und Entzündungen der Magenschleimhaut vor. Zu Letzterem gibt es tatsächlich offizielle Studien, welche einen positiven Effekt des Kokoswassers zu Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Kokoswasser hemmt die Säurebildung im Körper und verhindert somit auch eine Übersäuerung des Körpers, was letztendlich vor Krebs und anderen Krankheiten schützt.

Kokoswasser entgiftet und senkt den Blutdruck

Weitere Studien enthüllen, dass Kokoswasser den Blutdruck senkt. Dafür werden lediglich zwei Gläser Kokoswasser pro Tag benötigt, um den Blutdruck um 30 Prozent zu senken. Dies ist eine wirklich außergewöhnliche Wirkung, zumal es sich eigentlich nur um Wasser handelt. Aber eben um ganz besonderes Wasser wie es scheint. Und so soll das Kokoswasser auch noch eine entgiftende Wirkung haben. Vor allem im Bereich der Quecksilberausleitung soll das Kokoswasser helfen. Die Gründe für die Wirkung sind jedoch kaum nachvollziehbar.

 

Wo kann man Kokoswasser kaufen?

Kokoswasser ist sicherlich keine sehr günstige Angelegenheit und überwiegend dann nicht, wenn man seinen Flüssigkeitsbedarf ausschließlich mit dem Wasser der Kokosnuss decken möchte. Wer allerdings eine leckere Abwechslung für den Sport sucht oder aber während einer Entgiftungskur das Kokoswasser integrieren möchte, für den gibt es günstige Angebote im Netz. Dort findet man immer wieder günstige Vorteilspakete verschiedener Marken. Wichtig ist jedoch, dass das Kokoswasser aus Kokosnüssen mit biologischem Anbau stammt und ohne Zusatzstoffe oder Chemikalien haltbar gemacht wird. Inzwischen bieten aber auch viele Supermarktketten gute Kokoswasserprodukte an, sodass man hier schnell zu seinem neuen Erfrischungsgetränk kommt.

Fazit: Wie gesund ist Kokoswasser?

Kokoswasser zählt zu den gesündesten Durstlöschern unserer Zeit und tatsächlich kann man viele Effekte durchaus nachweisen. Vor allem in tropischen Regionen wurden viele angebliche Wirkungen belegt. Fakt ist also, dass das Kokoswasser viele andere Iso-Drinks um Längen schlägt und ein ideales Sportgetränk ist. Wer an einem Mineralstoffmangel leidet und seinen Körper bei einer Entgiftung unterstützen möchte, der sollte täglich 2-3 Gläser Kokoswasser trinken. Ebenso profitiert der Säure-Basen-Haushalt und auch die Herz- und Nierengesundheit kann sich verbessern. Im Sport schützt es Knochen und Muskeln. Kokoswasser ist zwar keine Vitaminbombe, kann jedoch auf vielseitige, andere Art und Weise zur Gesundheit beitragen.

Kokoswasser ist die perfekte Ergänzung zum Sport. Hinzu kommt, dass das Wasser der Kokosnuss keine Kalorien hat und somit auch nicht Dick machen kann. Im Übrigen sagt man dem Kokoswasser auch nach, dass es die Konzentration fördert, beim Denken hilft und sogar einen Kater schneller vergessen lässt. Um auf die Ausgangsfrage, ob denn Kokoswasser gesund sei, zurückzukommen, – Ja, Kokoswasser ist eine extrem gesunde Angelegenheit, welche sich perfekt und einfach in den Alltag integrieren lässt.