Kokosfett oder Kokosöl ist aktuell in aller Munde und wird als regelrechtes Allroundtalent gefeiert. Und tatsächlich lässt sich mit der Frucht der Kokospalme so einiges anstellen, zumindest in der verarbeiteten Form. Dann kann das Fett der Kokosnuss nicht nur vielseitig in der Küche angewandt werden, sondern nebenbei auch einen Platz im kosmetischen Bereich finden. Zwar ist Kokosöl und Kokosfett etwas teurer als die uns bekannten Öle, dafür steckt jedoch um einiges mehr in der beliebten Kokosfrucht. Und auch die Anwendungsbereiche sind vielseitiger und individueller. Egal ob als Creme, Bodylotion, Haarkur oder aber als Fett zum Braten – das Kokosfett überzeugt in allen Bereichen. Warum dem so ist, wollen wir uns einmal genauer ansehen.

Besondere Eigenschaften von Kokosfett

Kokosfett regt nachweislich den Fettstoffwechsel an und kann diesen im Vergleich zu herkömmlicher Butter um einiges mehr positiv beeinflussen. Im Kokosfett selbst liegen nämlich sogenannte mittelkettige Fettsäuren vor und auch der hohe Laurinsäureanteil trägt dazu bei, dass das Kokosfett um ein vielfaches besser vom menschlichen Organismus vertragen wird. Doch nicht nur aufgrund dieser positiven Eigenschaften wird das Kokosfett gerne im Alltag verwendet, auch beim Braten sei ein wesentlicher Vorteil zu nennen. Das Kokosfett ist im Vergleich zu anderen Ölen extrem hitzebeständig.

  • Kokosfett schmilzt erst bei einer Außentemperatur von 27 Grad Celsius und ist vorher in Form von Fettblöcken vorhanden.

Beim Kauf von Kokosfett sollte allerdings darauf geachtet werden, dass dieses aus einer biologischen Herkunft stammt. Bei dessen Herstellung ist es nämlich verboten, härtende chemische Stoffe zu verwenden oder andere Fette hinzu zu mischen. Dadurch sind im Bio-Kokosfett keine gesundheitsschädlichen Transfette oder Transfettsäuren vorhanden.

Wichtig für den gesundheitlichen Vorteil beim Kokosfett ist es, auf natives und kaltgepresstes Kokosöl zurückzugreifen. Dies stellt sicher, dass der Herstellungsprozess des Fettes besonders schonend von statten ging. Sämtliche Nährstoffe und wertvolle Inhalte bleiben somit erhalten. Durch die besonders hitzebeständigen Eigenschaften eignet sich das Öl auch ganz besonders zum Braten. Erst ab einer Temperatur von 200 Grad könnten große Teile der Nährstoffe verloren gehen. Allerdings erreicht man kaum während dem Braten eine solch hohe Temperatur.

Hochwertiges Kokosfett oder Kokosöl besitzt einen Fettgehalt von rund 96 Prozent, möglicherweise auch noch höher. Dies bedeutet, dass das Öl beim Braten nicht spritzt. Lässt man das Öl in der Pfanne also heiß werden und legt im Anschluss ein Stück Fleisch hinein, so hat man keine überraschenden Spritzer zu erwarten. Der sehr hohe Rauchpunkt von rund 234 Grad Celsius ist der Grund dafür. Ein großer Vorteil, was das anschließende Putzen und Sauberhalten anbelangt, denn dadurch bleibt die Küche hygienisch und frei von Fettspritzern. Diese sind schließlich eine lästige Angelegenheit. Aus diesem Grund eignet sich Kokosfett auch ideal zum Frittieren von beispielsweise Pommes und anderen Lebensmitteln. Dabei braucht man auch keine Angst haben, dass die Pommes im Anschluss nach Kokosöl schmecken, eine dezente Note lässt sich allerdings herausschmecken. Thailändische oder andere orientalische Gerichte lassen sich aber ideal zubereiten.

  • Tipp: Besonders lecker schmeckt das Kokosfett in Kombination mit Fisch.

Gibt es einen Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett?

Wenn von Kokosöl oder Kokosfett die Rede ist, so ist ein und dasselbe Produkt gemeint. Bis zu einer Temperatur von 26-27 Grad befindet sich das Produkt in einem gehärteten Zustand. Je kälter man das Kokosöl lagert, desto härter wird es. In diesem Zustand ist es eigentlich falsch, es als Kokosöl zu bezeichnen, korrekt wäre Kokosfett. Erst in geschmolzenem und flüssigem Zustand ist die Rede von Öl, bzw. Kokosöl. Hersteller verwenden oft die generelle Bezeichnung „Kokosöl“.

Wie Kokosöl zum Braten verwenden?

Aufgrund der extrem hohen Hitzebeständigkeit eignet sich das Kokosfett extrem gut zum Braten oder auch Backen. Der Rauchpunkt liegt bei rund 200 Grad. Geschmacklich brauchen sich Verwender auch nicht allzu große Sorgen machen, das Öl oder Fett könnte zu sehr nach tropischen Regenwäldern schmecken. Das Gegenteil ist der Fall, denn das Kokosfett ist sehr geschmacksneutral und kann lange sogar ungekühlt haltbar sein. Bei kaltgepresstem, nativem Bio-Kokosfett haben Verbraucher außerdem den Vorteil, dass sämtliche Inhaltsstoffe, Vitamine und Nährstoffe noch in vollem Umfang vorhanden sind. Wurde das Fett gehärtet oder mit anderen Fetten vermischt, so werden sich im Kokosfett nach dem Braten kaum noch gesunde Nährstoffe befinden.

Wie viel Kokosfett zum Braten ist gesund?

Wie  bei allen Dingen gilt auch beim Thema Kokosfett der Grundsatz: In Maßen genossen kann der Körper und Organismus von der Einnahme profitieren. Es ist außerdem nicht notwendig, ausschließlich Kokosöl oder Kokosfett zu konsumieren und damit alle anderen Öle vom Speiseplan zu streichen. Fakt ist nämlich auch, dass die Wissenschaft noch nicht wirklich belegen konnte, dass Kokosfett gesünder sei, als es bei anderen Fetten der Fall wäre. Wer das Kokosfett allerdings in der Küche anwenden möchte, der kann beispielsweise bei exotischen Gerichten oder Salaten das Gewisse Extra herausholen. So passt der süßliche Geschmack des Kokosfetts wunderbar zu Curry oder Salaten mit Früchten.

Kokosfett für die Gesundheit beim Braten verwenden

Nicht nur die Anwendungsvorteile zeichnen sich deutlich als Vorteil ab, auch die gesundheitlichen Veränderungen sollten erwähnt werden. So sagt man dem Kokosöl viele Wundereigenschaften nach, die mehr oder weniger wissenschaftlich belegt wurden. So sollen die hohen Anteile an mittelkettigen Fettsäuren Alzheimer vorbeugen und die enthaltene Laurinsäure soll die Leistungsfähigkeit im Allgemeinen erhöhen. Auch werden die Gefäße im Organismus geschützt, sodass sich überschüssige Fette nicht so schnell anlagern können. In gleichem Zuge können Gefäßverkalkungen auf diese Weise vorgebeugt werden. Auch Herpes- oder Grippeviren lassen sich dank der gesunden Fettsäuren besser vom Organismus abwehren.

Auch die Verdauung profitiert, denn die mittelkettigen Fettsäuren lassen sich ohne das Zutun der Gallensäure verdauen. Sie gelangen direkt in die Leber und können dort dank wasserlöslicher Eigenschaften verarbeitet werden. So stellt sich eine viel höhere Energiegewinnung ein, ohne dass das Fett angelagert wird.

Ein großartiger Vorteil, von dem man bei regelmäßiger Anwendung durchaus profitiert. Sowohl bereits während der Anwendung, als auch innerhalb der Stoffwechselvorhänge im Körper. Kokosfett kann also das Küchensortiment durchaus auf gesunde Art erweitern, die Verwendung lohnt sich für die ganze Familie, denn bereits Kinder vertragen das Kokosöl gut. Und nicht nur das. Auch Tiere lieben das Kokosfett in Kombination mit ihrem gewohnten Tierfutter. So verändert sich bei regelmäßiger Zugabe sogar das Fell der Tiere, welches glänzender und weicher werden kann. Es ist also definitiv nicht verkehrt, sich ein paar Dosen natives und kaltgepresstes Kokosöl im Küchenregal zu halten.